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Apr 20
2010

SPECIAL Hardcore Food Teil 5 - Känguruhfleisch

geschrieben von: Dannyo

Die süßen Hoppeltierchen aus Australien... werden wie fast jedes andere Tier ebenfalls verspeist. Was in Europa teilweise ein Nahrungsmitteltabu ist, ist in Australien schon seit sehr langer Zeit ganz normal. Aber wie schmeckt Känguruhfleisch eigentlich?

Ich verbrachte etwa ein halbes Jahr meines Lebens in Australien und sah hunderte Känguruhs und Wallabes in freier Wildbahn, weil ich meistens im Busch lebte. Und wo probierte ich erstmals Känguruhfleisch? Richtig! In Wien :)

Da Känguruhfleisch nach Europa importiert werden muss, ist es zumeist schwer erhältlich und wenn dann auch eher teuer. Ich habe mittlerweile allerdings einige Asia-Lokale mit rohen All You Can Eat Buffets erlebt, die Känguruhfleisch massig in der Vitrine liegen haben. Und dort habe ich das Fleisch auch erstmals gekostet.

Gleich vorweg: Ich werde es wieder tun. Es schmeckte tatsächlich ausgezeichnet, etwa wie ein würziges Rind. Auf jeden Fall aber mit einem starken Eigengeschmack und sehr saftig. Gut dazu passend sind auf jeden Fall diverse Curry- oder Chilisaucen, man kann Känguruh aber auch als Steak essen und dann ganz typisch mit BBQ-Saucen dippen. Jedenfalls ist das Fleisch eines der flexibleren, das nicht sooo beilagenabhängig ist wie zum Beispiel Lamm oder Kalb. Schön rustikal und gut für Leute, die gerne würzig bis scharf essen.

Wie bei anderen Arten des Hardcore Food sollte man sich als zartbesaiteter Mensch auch hier nicht vor Augen halten, was man gerade verspeist. Wenn man nicht weiß, dass man Känguruhfleisch essen kann und eines vorgesetzt bekommt, hält man es aber für ein besonders würziges Rind. Ruhig probieren meine Damen und Herren, das Känguruhfleisch gehört zu den Dingen, die man auch regelmäßig genießen kann und nicht nur einmal isst, um es gegessen zu haben ;) 

 

Apr 20
2010

SPECIAL Hardcore Food Teil 4 - Harðfiskur

geschrieben von: Dannyo

In den Westfjorden Islands ist er eine Delikatesse. Von alten Seefahrern wird er ganz traditionell und ohne Hilfe moderner Maschinen hergestellt. Der Harðfiskur, zu Deutsch, der harte Fisch, gehört zum ältesten und in weiten Kreisen beliebtesten Essen in Island.

Den Harðfiskur mag man oder mag man nicht. Das ist eine Aussage, die ganz und gar nicht zutrifft. Es gibt noch gewisse Abstufungen

Mein erster Eindruck vom harten Trockenfisch war ein sehr guter. Er schmeckt naturgemäß trocken, hart, sehr fischig (hergestellt wird er meistens aus Schellfisch, Kabeljau usw.) und man hat, wenn man erstmals reinbeisst, das Gefühl, dass man "nebenbei nascht". Man zerreisst das große Harðfiskur-Stück mit seinen Fingern und nimmt immer einen kleinen Happen in den Mund. Dazu muss gesagt werden, dass der Harðfiskur meistens in einem großen oder mehreren großen Stücken, verschweisst im Supermarkt zu kaufen ist.

Die Isländer essen dazu traditionell Butter, um den harten Fisch etwas zu erweichen. Das passt auch ziemlich gut, allerdings bastelt man sich damit eine ziemliche Kalorienbombe.

Am ersten Tag probierte ich den Harðfiskur. Kurz danach sagte ich, dass ich mich von dem Zeug wohl ernähren könnte. Bereits zwei Tage später konnte ich den Fisch nicht mehr sehen. Ich habe mich binnen kürzester Zeit mit diesem salzigen, fischigen Etwas überfressen und bin damit nicht der Einzige. Auch meine Familie kostete den nach Österreich mitgebrachten Harðfiskur, war zunächst angetan und warf die Hälfte nach wenigen Tagen, trotz langer Haltbarkeit!, einfach weg.

Fazit: Probieren! Ein einmaliges Geschmackserlebnis. Aber eben kein zweimaliges ;) - eher weiter unten einzureihen in der Hardcore Food Skala.

 

Apr 05
2010

SPECIAL Hardcore Food Teil 3 - Hákarl

geschrieben von: Dannyo

getagged in: Island , Hákarl , Hai , Grönlandhai , Gammelhai

Es gibt tatsächlich Leute, die einen Hai, dessen Fleisch giftig ist, weil er keine Nieren hat und die Schadstoffe daher direkt ins Fleisch gehen, essen. Diese Leute sind meistens Isländer und sehr traditionsbewusst. Ich wollte wissen, was hinter dem ultimativen Ekelessen "Hákarl", dem Gammelhai steckt und habe ihn in Island gegessen.

Ich kann die langwierige Zubereitung des Grönlandhais, der nur Beifang ist, nicht besser schildern als die Wikipedia, also zitiere ich: "Der Hai wird ausgenommen, entgrätet, gesäubert und gewaschen. Dann wird eine Grube in grobkörnigem Kies gegraben, das Haifleisch wird eingegraben und durch daraufliegende Felsstücke ausgepresst. So wird es belassen - im Sommer sechs bis sieben Wochen, im Winter zwei bis drei Monate. Danach wird das Haifleisch in eine offene Trockenhütte gehängt, wo das Ammoniak verdunstet. Dort bleibt es zirka zwei bis vier Monate, bis es fest und trocken ist. Heute wird der Hai im Allgemeinen nicht mehr vergraben, sondern in durchlässigen Holzkisten abgelagert. Entscheidend ist, dass das Ammoniak verdunsten kann."

Auch viele Isländer finden den Hákarl, den man "Haukartl" ausspricht, absolut ekelerregend und essen ihn nicht. In Island wird man vorallem bei der älteren Bevölkerung, und dann zumeist an besonderen Feiertagen, wie zum Beispiel dem Thorrablót, Hákarl-Veteranen finden.

Im Restaurant Thrir Frakkar in Reykjavik habe ich den Hákarl gegessen, danach den isländischen Nationalschnaps "Brennivín" nachgespült. Die Konsistenz des fermentierten Grönlandhais ist in etwa wie die eines Speckwürfels. Wenn man in den fettigen Würfel beisst, merkt man zunächst mal, dass es sich um Fisch handelt. Es fischelt, das ist nicht mehr normal. Aber einmal im Mund ist der Hákarl nicht so extrem, wie man vorher annimmt. Die große Überwindung besteht vor dem Verzehr, weil der Fisch in etwa wie ein Pissoir riecht. Ich habe drei Stücke gegessen, danach den Schnaps nachgeleert und gut war's. Ich würde ihn niemals aus Genussgründen zu mir nehmen, aber ich habe das Ding gegessen und kann das auf meiner To-Do-Liste abhaken.

Wenn du ebenfalls so verrückt bist, dass du einfach etwas kosten möchtest, nur um es gekostet zu haben, probier ihn ruhig. Lass dich nicht von Berichten oder Videos unterkriegen, das Ding ist verträglich, wenn auch nicht delikat. Wenn du einen schwachen Magen hast, lass es bleiben. Ich habe zwei Leute gesehen, die sich auf den ersten Bissen, schon alleine wegen der seltsam speckigen Konsistenz, fast übergeben hätten ;)

Apr 05
2010

SPECIAL Hardcore Food Teil 2 - Bhut Jolokia

geschrieben von: Dannyo

Im zweiten Teil meiner Reihe Hardcore Food möchte ich euch etwas vorstellen, was sich ungeübte Leute gar nicht vorstellen können ;) - es handelt sich dabei um die schärfste Chilischote der Welt. Und bei Gott, diese fällt auf alle Fälle unter die Kategorie "Hardcore Food".

Kurz etwas zu meiner Vorgeschichte: Ich kultiviere und züchte seit etwa drei Jahren Chilis und ich habe auf dem Schärfesektor schon so ziemlich alles gekostet, was es zu kosten gibt. Wenn dir von Tabasco und seinen 5.000 Scoville-Einheiten (in Scoville wird die Schärfe gemessen) bereits die Ohren rauchen, brauchst du nicht einmal darüber nachzudenken, ob du die Bhut Jolokia probieren möchtest! Wer frische Jalapeños bei etwa 10.000 Scoville-Einheiten scharf findet, sollte die Jolokia auch nicht anrühren.

Wir reden hier über eine Chilischote, die über eine Million Scoville-Einheiten auf den Zähler bringt und damit die Habañero, die mit rund 250.000 Scoville-Einheiten bereits so etwas wie der Prinz der Schärfe ist, weit hinter sich lässt. Die Frucht stammt aus dem indisch-asiatischen Raum, reift von grün über leuchtend rot ab. Charakteristisch sind die "Warzen", die diese Chili wohl in der Evolution angesetzt hat, um möglichen "Fressfeinden" anzuzeigen "Stop! Ich bin giftig!" - oder zumindest zu heftig für dich...

Wenn man eine Bhut Jolokia, zu Deutsch "Geisterchili", in einem Restaurant aufschneidet und sie dann ein bisschen "atmen" lässt, kann es schon mal vorkommen, dass den Gästen am anderen Ende des Lokals die Augen tränen. Das Aroma der Chili verteilt sich sofort im ganzen Raum und kann für Leute, die mit Schärfe nichts anfangen können, sehr unangenehm sein.

Eine ganze Bhut Jolokia zu essen, grenzt an Masochismus. Es sollte für niemanden gefährlich sein, ein kleines Stück (EIN WIRKLICH KLEINES STÜCK), etwa von der Größe eines Stecknadelkopfes zu essen. Alleine davon wird man merken, wieviel Power in diesem leuchtend roten Ding steckt. Ich selbst habe bereits ganze Bhut Jolokias gegessen und die Symptome beginnen erst nach einer knappen Minute, dauern dann aber bis zu eine Stunde lang an: Brennen im Mund, Pfeifen und Schmerz in den Ohren, Großbrand in den Nebenhöhlen, die Arme und Beine werden schwerer und schließlich kann man davon auch Bauchkrämpfe bekommen.

Wer gerne scharf isst, sollte sich den Kick, den einem die Bhut Jolokia geben kann, nicht entgehen lassen. Wer an Scharfes nicht gewöhnt ist, sollte vorher "trainieren", also zuerst ein bisschen weniger scharfe Chilis essen und sich dann Mal für Mal steigern, bevor man sich an die Jolokia wagt, oder es gleich bleiben lassen. Mit dieser Chili ist nicht zu spaßen - wenn du Herzprobleme oder relevante Nahrungsmittelunverträglichkeiten hast, solltest du von diesem irren Futter unbedingt die Finger lassen!!!

Hier einige Fotos meiner privaten Bhut Jolokia Zucht:







Apr 05
2010

SPECIAL Hardcore Food Teil 1 - Haggis

geschrieben von: Dannyo

In einem Gabelbart Special möchte ich euch die ekelhaftesten, spektakulärsten, aber teilweise auch beeindruckendsten Speisen der Welt vorstellen. Vorgekostet von - mir! Im ersten Teil dieser Reihe erzähle ich euch etwas, vom Lieblingsgericht der alteingelebten Schotten.

Es sieht relativ harmlos aus, es riecht recht gut - und tatsächlich, es schmeckt auch gut. Aber wenn sich mancher empfindliche Magen während des Essens vorstellt, was "Haggis" eigentlich ist, kann es ihn schon mal umdrehen.

Der Haggis, manchmal auch "Häggis", wird seit vielen Jahrhunderten nicht nur von den Schotten gegessen. Dabei handelt es sich um den Magen eines Schafs, der schließlich mit Herz, Leber, Lunge, Nierenfett, Zwiebeln und Hafermehl gefüllt wird. Zudem wird er scharf mit Pfeffer gewürzt und fertig ist das schottische Hardcore-Futter. Meistens bekommt man ihn zudem mit Steckrübenmuß und einer Art Kartoffel-Pürree serviert, darüber eine leckere Whiskey-Sauce.

Haggis kann man in sämtlichen Pubs und Restaurants in Schottland essen, vorwiegend als "Starter", also Vorspeise. Ich habe ihn das erste Mal in Edinburgh gegessen und mich sofort in die Nationalspeise der Kiltträger verliebt. Er erinnert in der Konsistenz ein wenig an Wurstknödel, die Beilagen und die Whiskey-Sauce passen perfekt dazu, ein gutes Bier dazu und alle sind happy.

Klar, wenn man auf so etwas empfindlich ist, sollte man sich nicht vorstellen, aus was Haggis gemacht ist. Aber nichts desto trotz fällt diese Speise für mich nicht wirklich in den Bereich der Hardcore-Essen. Schmeckt wirklich gut, erregt in keinster Weise Ekel. Kann man wirklich jedem empfehlen. Nur keine Berührungsängste mit dieser Speise haben, sie wird euch schmecken!

Apr 04
2010

Reykjavik - Sægreifinn

geschrieben von: Dannyo

getagged in: Seafood , Reykjavik , Restaurant , Island , Hummersuppe , Hafen

Keine 30 Quadratmeter Platz, man sitzt auf Bojen, platziert sein Essen auf unebenen Holzplanken und hat keine Speisekarte. Aber genau das ist es doch, was man am Hafen von Reykjavik haben möchte, oder nicht? :)

Der Sægreifinn, übersetzt "Seebaron" ist schnell erklärt. Es gibt etwa 25 Sitzplätze, eine Bestelltheke und eine Vitrine mit all dem, was man essen kann. Das wären dann hauptsächlich Spieße: Kartoffeln am Spieß, Minkwal am Spieß, Shrimps am Spieß, Heilbutt am Spieß, Teufelsangler am Spieß. Du suchst dir aus, was du willst, nimmst dir aus einer weiteren Vitrine dein Getränk, nimmst auf einer Boje Platz und bekommst binnen weniger Minuten, was du dir ausgesucht hast. Recht gut gewürzt und eigentlich ausreichend. Für den ganz großen Hunger ist der Sægreifinn allerdings eher nichts.

Die große Spezialität des Hauses ist allerdings die Hummersuppe. Das Restaurant rühmt sich gar damit, "die beste Hummersuppe der Welt" zu verkaufen. Das muss ich dann allerdings leider verneinen, weil ich einen Tag zuvor im Húmarhusid speiste und mir dort eine fantastische, kaum zu übertreffende Hummersuppe kredenzt wurde. Trotzdem ist die relativ dünne, aber gut gewürzte und reichliche Hummersuppe im Sægreifinn etwas, was man probieren sollte, wenn man schon mal hier ist.

Und überhaupt - man sollte sich das urige Flair dieses Lokals nicht entgehen lassen. Dieses Restaurant ist "echt" und wenn auch touristisch durchaus nicht unbekannt und gut angeworben, ist es richtig isländisch geblieben!


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Apr 04
2010

Hamburg - News

geschrieben von: Dannyo

getagged in: Restaurant , Hamburg , Deutschland , Bar

Eine Kneipe/Restaurant nahe dem Stadtzentrum Hamburgs. Kostengünstig, gemütlich, aber nicht unbedingt etwas für den Feinschmecker. Muss es ja auch nicht sein ;)

Das "News" liegt in der Kaiser Wilhelm Straße, wo es einige Bars, Restaurants und andere Lokale gibt. Wir kamen etwa um Mitternacht auf der verzweifelten Suche nach einer Bar hierher, weil wir noch ein paar Bierchen zwitschern wollten. Wir kamen im Endeffekt auf unsere Kosten.

Vier König Pilsener, zwei Bit --> 18,60€, im Schnitt also 3,10€ pro Bier. Absolut in Ordnung. Zudem aßen wir den Chiliburger um 8,20€, der es mengenmäßig in sich hat und qualitativ ok war. Nicht so scharf, wie man es sich von einem Chiliburger wünscht, aber in Ordnung ;)

Vom Stadtzentrum ist man hier zu Fuß keine zehn Minuten entfernt, dasselbe gilt für den Hafen. Wenn man also mal in der Nähe ist: Das "News" ist auf jeden Fall ein Lokal, in das man reinschauen kann!

News
Kaiser-Wilhelm-Straße 51
20355 Hamburg

 


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Apr 04
2010

Hamburg - Block House Jungfernstieg

geschrieben von: Dannyo

getagged in: Steaks , Steakhaus , Jungfernstieg , Hamburg , Deutschland

Das Block House ist in Deutschland kein unbekanntes Restaurant. Die Steakhaus-Kette gibt es, wie ich im Laufe meines Norddeutschland-Aufenthalts feststellte, nicht nur in Hamburg, sondern quer durch die Bundesrepublik verstreut. Wenn die Qualität überall so stimmt, wie in Hamburg, kann man das gemütliche Steakhaus mit den charmanten Kellnerinnen wohl deutschlandweit empfehlen.

Qualität hat seinen Preis. Aber in Wahrheit einen relativ niedrigen. Wenige Wochen nachdem ich in Hamburg mit zwei Freunden ausgesprochen gute Steaks aß, setzte ich mich auch in Stockholm vor qualitativ hochwertiges Rind - und zahlte fast das Doppelte. In Wahrheit geht es einem im Hamburger Block House also ziemlich gut, als Vorspeise gab es ein feines Rindscarpaccio um 6,90€. Sehr günstig! Die Bruschetta um 3,40€ kann man als Vorspeise übrigens auch empfehlen.

Als Hauptspeise entschied ich mich für das "Mr.Rumpsteak". Ein dickes, kräftiges, Medium gebratenes Rindssteak von gut 250 Gramm mit Beilagen. Kostenpunkt 19,20€, kein Weltuntergang und das Geld auf jeden Fall wert. Ein Freund von mir aß das T-Bone Steak, für das er allerdings 27,50€ berappen musste. Die Gesamtrechnung zu dritt machte im Endeffekt 94,90€ aus. Keine große Sache für ein wirklich gutes Steakhaus.

Was nicht jedermanns Sache ist, allerdings notwendig ist: Hier herrscht das "Wait to be seated"-Prinzip. Es kann also schon mal vorkommen, dass man 20 Minuten wartet, bevor man zu seinem Tisch gebracht wird. Für Total-Hungrige also durchaus ein kleines Hindernis. Aber keine Angst, das Essen entschädigt!

Block House Jungfernstieg
Jungfernstieg 1
20095 Hamburg
http://www.block-house.de


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Feb 16
2010

Stockholm - The Bull & Bear Inn

geschrieben von: Dannyo

getagged in: Stockholm , Schweden , Pub , British Pub , Bier

Klassische Pubs sind in Stockholm keine Seltenheit, so ist auch "The Bull & Bear Inn" eines von ihnen. Aber hält es das traditionell Britische, was der Name verspricht?

Zu Fuß ist "The Bull & Bear Inn" etwa 15 - 20 Minuten von der Innen- bzw. Altstadt der schwedischen Hauptstadt Reykjavik entfernt. Das Pub mutet von außen ganz typisch an, ist von innen ein verhältnismäßig geräumiges und hübsch eingerichtetes britisches Pub. Einige kleine Tische, eine lange Bar, eine fast offene Küche - wie man es eben aus England oder Schottland kennt. Aber wenn man - so wie ich - schon sehr viele Pubs in vielen verschiedenen Ländern besuchte, findet man das Bull & Bear Inn einfach nicht urig und kultig genug. Hier hängen keine über Jahrzehnte gesammelte Goodies von der Decke, hier wird kaum traditionelle Musik gespielt, hier gibt's (so kam es mir jedenfalls vor) zu wenige klassische Getränke.

Allgemein ist Alkohol - und somit auch "sinnvolle" Pub-Aufenthalte - in Schweden extrem teuer. "One Pint of Newcastle Brown Ale" war meine erste Bestellung, ein weiteres Pint und dazu noch ein halbes, war Bestellung Nummer 2. Unterm Strich also zwei große (0,5l) Biere und ein (sehr) kleines (0,25l). Kostenpunkt 178 SEK, umgerechnet etwa 17€. Autsch. Wenn ihr zum Partymachen nach Stockholm kommt, versucht die sehr gediegenen Klubs oder Lounges und haut euch dort gleich zu Beginn des Abends etwas Hochprozentiges in die Birne, damit der Weg zur Betrunkenheit nicht lange dauert. Glaubt mir, es ist besser für's Börserl. Wenn ihr Pubs besuchen wollt, schaut euch das Bull & Bear Inn an, aber belasst es nicht dabei. Es ist durchaus nett hier, aber es kann nicht der Kult-Pubs letzter Schluss sein ;) 

Das Essen kann ich übrigens nicht beurteilen. Ich war bereits satt, als ich hier reinkam :)

The Bull & Bear Inn
Birger Jarlsgatan 16
114 34 Stockholm
http://www.bullandbear.se/

 


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Feb 16
2010

Stockholm - Vasa-Museum

geschrieben von: Dannyo

getagged in: Vasa , Stockholm , Schweden , Schiff , Museum , Maritim

Ein Museum mit nur einem zentralen Ausstellungsstück. Die "Vasa" ist ein schwedisches Kriegsschiff, das 1628 bei seiner Jungfernfahrt im Hafen von Stockholm sank - und vollständig erhalten ist.

95% der Teil, die man heute noch im Vasa-Museum, schwedisch "Vasamuseet", sehen kann, sind Originale. Das Museum besteht seit nunmehr 20 Jahren und zog bereits 25 Millionen Besucher an, ist damit auch das meistbesuchte Museum Skandinaviens. Und wenn man diesen riesigen Koloss von einem Schiff selbst betrachtet, weiß man auch, dass das nicht nur gutes Marketing ist, denn die "Vasa" ist auch für Leute, die von Schiffen keine Ahnung haben, ein absolut sehenswertes Ausstellungsstück.

Der Eintritt für Erwachsene kostet 110 SEK, also etwa 11€ und bietet dem Besucher ein einzelnes Ausstellungsstück und eine liebevoll aufgebaute Ausstellungsperipherie, die sich mit dieser einen Attraktion "Vasa" befasst. Detailgetreue Kopfnachbildungen der auf dem Schiff ums Leben gekommenen Seeleute, ebenso wie deren Original-Skelette (oder das, was davon übrig ist), dazu die beeindruckende Geschichte der Vasa, ihrer Bergung und vorallem ihrer Konservierung, die 27 Jahre dauerte und es möglich machte, dass man in Stockholm eines der am besten erhaltenen mittelalterlichen Kriegsschiffe überhaupt sehen kann. Und das obwohl es bereits fast 400 Jahre alt ist.

Ein absolutes Muss, wenn man nach Stockholm. Und nein, auch dies ist kein Marketing :) - ein Besuch zahlt sich hier wirklich aus!

Vasa-Museum
Galärvarvsvägen 14
Stockholm, Schweden
http://www.vasamuseet.se/InEnglish/international/German.aspx

 

 


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