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Mär 20
2010
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Skandinavien im Wintergeschrieben von: Tom getagged in: Winter , Tipps , Skandinavien , Norwegen , Kleidung , Informationen , Finnland , Die Bevölkerung , Bus , Bahn
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Im Jänner waren meine Freundin und ich drei Wochen in Norwegen und Finnland unterwegs. Das so eine Reise etwas ganz anderes ist als ein Flug in den sonnigen Süden ist selbstverständlich. Deswegen gibt es die eine oder andere Sache, die zu bedenken ist. Vielleicht gibt es in dem Bericht den einen oder anderen Tipp für euch.
Zuerst die Daten der Reise:
Reisezeit: 3 Wochen
Reisemonat: Jänner
Besuchte Städte: Oslo (einige Stunden am Bahnhof), Stavanger (Vier Tage), Bergen (zwei Tage), Bodo, (wenige Stunden), Tromsö (vier Stunden), Honningsvag und Nordkap (zwei Tage), Karasjok (zwei Tage), Rovaniemi (vier Tage), Vaasa (zwei Tage), Helsinki (zwei Tage).
Gefahrene Kilometer: 5.400 Kilometer davon Zug (ca. 3200 Kilometer), Fähre (ca. 1.300 Kilometer), Bus (ca. 900 Kilometer)
Die Norweger
Ich kann natürlich nicht für alle Norweger sprechen, aber die ich kennenlernen konnte, wussten zu überzeugen: Nett, Zuvorkommend, Hilfsbereit, Humorvoll und vor allem: Sie alle sprechen ein einwandfreies Englisch. Durchaus ein Resultat, der nicht in die norwegische Sprache übersetzen Fernsehsendungen. Bisher war ich noch in keinem Land, in dem ich angesprochen wurde ob ich Hilfe bräuchte, da ich so hilflos aussah. Einen schönen Dank an die Norweger und „Thumb`s Up!“.
Die Finnen
Ebenso sympathisch und ein wenig kühler als die Norweger. Die englische Sprache ist hier – obwohl es auch hier nur finnische Untertitel im TV gibt – weit weniger verbreitet.
Das Wetter
Begünstigt durch den Golfstrom sind die Winter in Norwegen nicht wärmer oder kälter als in Österreich. Dabei gilt folgende Regel: Desto weiter es in das Landesinnere geht, desto kälter wird es. So ist es in Oslo kälter als zum Beispiel in Stavanger. -7° Celsius waren den Einwohnern in Stavanger schon fast zu kalt. Sie sind selber solche Temperaturen nicht gewöhnt. An der Westküste Norwegens ist das Wetter relativ stabil. In vielen Städten (Z.b.: in Honningsvag) ist der Wind jedoch so stark, sodass die gefühlte Temperatur schnell unter -10° Celsius und mehr fällt.
In Finnland herrschen andere klimatische Verhältnisse. Im Lapland und in der Stadt Rovaniemi kann das Thermometer unter -30° Celsius fallen. Bei diesen Temperaturen ist vor allem auf eine warme und gefütterte Kleidung zu achten. Ist man warm angezogen und in Bewegung, so sind auch solche Temperaturen kein Problem, je näher die Nacht naht, desto schwieriger wird es. Zwei, drei Stunden kann man in der Kälte verbringen, dann sollte man sich allerdings wieder aufwärmen.
In Helsinki sind Temperaturen um die -20° Celsius keine Seltenheit. Es kommt jedoch ein unangenehmer Wind und Schneegestöber hinzu. An solchen Tagen empfiehlt es sich zu Hause zu bleiben.
Die Kleidung
Warme Kleidung ist das Um und Auf im winterlichen Skandinavien. Werden ein paar „Regeln“ beachtet, so steht der Reise nichts mehr im Wege.
Keine Wolle – Als wärmendes Material eignet sich Wolle zwar sehr gut, jedoch wird ein Wärme – und Feuchtigkeitsstau gebildet der kontraproduktiv ist. Die Feuchtigkeit kann nicht nach außen dringen. Viel besser eignet sich Fleece oder die bekannten Materalien diverser Hersteller (Salewa, Jack Wolfskin, etc.)
Das Zwiebelschichtenprinzip – Drei dünne Schichten Kleidung sind besser als eine dicke. Drei Faktoren sind für eine optimale Zirkulation entscheidend: Isolation, Atmungsaktivität und eine Wind – und/oder Wasserabweisende Komponente. Zb.: 1. Wärmender Pullover, 2. Fleece, 3. Windabweisende Jacke. Viele Hersteller bieten diese Komponenten in einer Jacke, die jedoch schwer unter € 200 zu finden sind. Wenn die Möglichkeit besteht, kann man diese Kombination mit Sachen, die man schon zu Hause hat zusammenstellen. Ebenso gut und weit billiger. Selbiges Prinzip gilt für die unteren Extremitäten. Eine ganz wichtige Sache: Da ein erheblicher Prozentteil der Körperwärme über den Kopf abgegeben wird, ist eine optimale Kopfbedeckung unerlässlich. Auch hier gilt: Keine Wolle. Lieber mehr ausgeben (z.b. Eine Mütze aus Hasenfell) und auf der sicheren Seite sein.
Die Reise zeigte mir ebenso, dass Fäustlinge normalen Handschuhen vorzuziehen sind. Sind die Finger beisammen, ist die Kälte fast nicht zu spüren.
Das Schuhwerk und Socken – Wichtiger als die Schuhe sind qualitativ hochwertige Socken die einen optimalen Wärmeschutz bieten. Gute Produkte enthalten einen hohen Anteil an, z.b. Merinowolle, die es bereits ab ca. € 20 gibt. Vorsicht: Auch Personen, die nicht unter Schweißfüßen leiden, werden dies spätestens nach einem Tag. Wenn man vorhat viel zu laufen, dann sind atmungsaktive Schuhe von Vorteil. Ebenso sollten die Winterschuhe ein tiefes Profil vorweisen um auf den – oft vereisten – Straßen in Skandinavien einen sicheren Halt zu haben.
Bus und Bahn
Weder in Finnland und schon gar nicht in Norwegen ist das Fahren mit Bus und Bahn billig. Allerdings gibt es – vor allem in Norwegen – saubere und schöne Verkehrsmittel für den regionalen Verkehr. Unbedingt sollten vor der Anreise diverse Busverbindungen geprüft werden, da im Winter die Fahrpläne umgestellt werden, bzw. Busse ganz ausfallen. So gibt es zum Beispiel den Express Bus zwischen Rovaniemi und Honningsvag nicht (hier ist in Karasjok Endstation). Dieses Problem tritt vor allem im hohen Norden auf. Teilweise ist es auch sehr schwierig an einem Tag vor einer Stadt zur nächsten zu gelangen, die etwas weiter entfernt liegen. So gibt es oftmals keinen Anschlussbus und somit bleibt nur die Übernachtung in einem norwegischen Kaff. Auch schön! ;)
Lest mehr unter: Zugfahren in Norwegen
Hilfreiche Links:
http://www.matkahuolto.fi/en/ (Bus,Finnland)
http://www.expressbus.fi/etusivu (Bus, Finnland)
http://www.eskelisen-lapinlinjat.com/en/index.php (Bus, Finnland)
http://www.eskelisen-lapinlinjat.com/en/index.php (Bus, Norwegen)
http://www.nsb.no (Norwegische Staatsbahn)
http://www.vr.fi/eng (Finnische Staatsbahn)










